Wir Menschen sind von Natur aus gern mit anderen zusammen. Wir erzählen einander Geschichten, lachen gemeinsam und teilen Momente, die uns das Gefühl geben, zu einer Gemeinschaft zu gehören.
Studien zeigen immer wieder: Menschen mit aktiven Sozialkontakten leben im Schnitt länger und gesünder. Sie haben ein stärkeres Immunsystem, weniger Stress und ein geringeres Risiko für chronische Erkrankungen.Zusammenhang zwischen Hörverlust und geistigem Abbau
Unbehandelter Hörverlust und psychische Gesundheit
Wenn das Hören schwerer fällt, betrifft das nicht nur die Ohren. Der Hörverlust kann schleichend viele Bereiche Ihres Lebens beeinträchtigen – vor allem soziale Verbindung, Austausch und Verständigung mit anderen Menschen.
Das Leben ist einfach nicht angenehm, wenn man schlecht hört. Mit der Zeit führt diese ständige Anstrengung zu Frustration, Rückzug aus dem sozialen Leben und emotionaler Erschöpfung. Soweit muss es aber nicht kommen! Holen Sie sich schon früh Unterstützung, damit Sie auch weiterhin Sozialkontakte pflegen, sich sicher fühlen und aktiv am Leben teilnehmen können.
Frühes Eingreifen ist entscheidend
Wir haben Ihnen schon ein paar wichtige Punkte rund um Hörverlust und psychische Gesundheit erklärt. Denken Sie aber immer daran: Sie können selbst ganz viel tun, um geistigem Abbau und geringerem psychischem Wohlbefinden durch Hörverlust vorzubeugen! Frühes Eingreifen kann einen großen Unterschied machen. Wenn Sie früh genug etwas tun, können Sie Ihr Gehirn weiterhin aktiv mit Geräuschen beschäftigen.
Ohne regelmäßige Hörreize „vergisst“ das Gehirn sozusagen, wie es Geräusche verarbeitet. Eine frühe Unterstützung kann dem vorbeugen und das Sprachverständnis stärken. Hörgeräte liefern Alltagsgeräusche direkt ans Gehirn. Damit fördern sie die neuronale Aktivität, unterstützen Gedächtnis und Konzentration und können sogar das Fortschreiten des Hörverlusts verlangsamen, indem sie das Hörsystem entlasten.6
Ein Hörtest und die passende Unterstützung des Gehörs sind eng verbunden mit einer besseren Lebensqualität und einem geringeren Risiko für Demenz, und sie können helfen, die Folgen eines unbehandelten Hörverlusts zu vermeiden. Je gesünder Ihre Ohren sind, desto fitter bleibt auch Ihr Geist!
Quellen:
1 World Health Organisation: World report on hearing (3 March 2023): https://www.who.int/publications/i/item/9789240020481
2 Hearing Tracker: New Study Supports Hearing Loss as a Major Factor for People Already at Risk for Dementia (17 April 2025): https://www.hearingtracker.com/news/new-study-supports-hearing-loss-as-a-major-factor-for-people-already-at-risk-of-dementia
3 The Lancet: Hearing intervention versus health education control to reduce cognitive decline in older adults with hearing loss in the USA (ACHIEVE): A multicentre, randomised controlled trial. (18 July 2023): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37478886/
4 The Lancet: Dementia prevention, intervention, and care: 2020 report of the Lancet Commission (8 August 2020): https://www.thelancet.com/article/S0140-6736(20)30367-6/fulltext
5 Springer Nature Link: A qualitative systematic review of the impact of hearing on quality of life (23 November 2024): https://link.springer.com/article/10.1007/s11136-024-03851-5
6 Clinical Interventions in Aging: The cognitive and psychosocial effects of auditory training and hearing aids in adults with hearing loss (January 2019): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30666098/
7 The Hearing Review: Quantifying the Obvious: The Impact of Hearing Instruments on Quality of Life (20 January 2000): https://hearingreview.com/uncategorized/quantifying-obvious-impact-hearing-instruments-quality-life