Einführung
Häufige Risikofaktoren für Hörverlust
Schallempfindungsschwerhörigkeit
Schallleitungsschwerhörigkeit ist eine der beiden Hauptarten von Hörverlust. Sie entsteht, wenn der Schall nicht ungehindert durch das äußere Ohr oder das Mittelohr in das Innenohr weitergeleitet werden kann. Stattdessen wird die Übertragung der Schallwellen blockiert oder erheblich geschwächt.
Die Ursachen können sehr vielfältig sein: Häufig sind es Fremdkörper im Gehörgang, Ohrenschmalzpfropfen, Infektionen wie eine Mittelohrentzündung oder strukturelle Veränderungen des Ohrs. Auch Verletzungen am Trommelfell oder Erkrankungen wie Otosklerose gehören zu den typischen Auslösern.
Eine leitungsbedingte Schwerhörigkeit kann sowohl plötzlich als auch schleichend auftreten und betrifft Menschen aller Altersgruppen. Der Vorteil ist: Viele dieser Ursachen sind behandelbar - und mit der richtigen Diagnose lassen sich Hörprobleme oft vollständig beheben.
Im Folgenden stellen wir Ihnen die häufigsten Ursachen für Schallleitungsschwerhörigkeit im Detail vor:
Die häufigste Ursache für Schallempfindungsschwerhörigkeit ist der altersbedingte Hörverlust, auch Presbyakusis genannt. Mit zunehmendem Alter nimmt die Empfindlichkeit der Haarzellen im Innenohr ab, wodurch hohe Töne schwerer wahrgenommen werden. Häufig sind beide Ohren betroffen, jedoch in unterschiedlichem Ausmaß. Da es sich um einen schleichenden Prozess handelt, bleibt der Hörverlust oft lange unbemerkt. Deshalb empfehlen wir allen Personen über 50 Jahren, spätestens alle zwei Jahre einen professionellen Hörtest durchführen zu lassen. Erste Anzeichen sind häufig Schwierigkeiten, höhere Stimmen – wie die von Frauen oder Kindern – klar zu verstehen.
Eine gute Durchblutung ist entscheidend für die Gesundheit Ihrer Haarzellen im Innenohr. Herz-Kreislauf-Erkrankungen können die Blutzufuhr zum Ohr verringern und dadurch Hörverlust begünstigen. Studien deuten darauf hin, dass Diabetes und Bluthochdruck das Risiko für Schallempfindungsschwerhörigkeit erhöhen. Eine rechtzeitige Behandlung dieser Erkrankungen trägt nicht nur zu Ihrer allgemeinen Gesundheit bei, sondern schützt auch Ihr Hörvermögen.
Ursachen für Schallleitungsschwerhörigkeit
Der leitungsbedingte Hörverlust (Schallleitungsschwerhörigkeit) ist neben der Schallempfindungsschwerhörigkeit die zweite Hauptform des Hörverlustes. Er entsteht, wenn etwas den Schall daran hindert, ungehindert vom äußeren oder mittleren Ohr in das Innenohr weitergeleitet zu werden.
Die Ursache ist meist eine Blockade im Ohr, die verhindern kann, dass akustische Signale Ihr Innenohr erreichen. Solche Blockaden entstehen häufig durch Fremdkörper oder Substanzen wie Ohrenschmalz, die den Gehörgang verstopfen. Auch Entzündungen, Flüssigkeitsansammlungen oder strukturelle Veränderungen der Ohrmuschel, des Trommelfells oder der Gehörknöchelchen können zu einem leitungsbedingten Hörverlust führen.
Es gibt verschiedene Ursachen für Schallleitungsschwerhörigkeit – die häufigsten stellen wir Ihnen im Folgenden vor.
Eine Trommelfellperforation – also ein Riss oder Loch im Trommelfell – zählt zu den häufigsten Ursachen für Hörverlust im Bereich des Mittelohres. Sie kann sowohl durch Infektionen als auch durch äußere Einwirkungen entstehen. Typische Auslöser sind:
In vielen Fällen heilt ein kleiner Riss im Trommelfell innerhalb weniger Wochen von selbst, wodurch sich auch das Hörvermögen wieder vollständig erholen kann. Bei größeren oder komplizierteren Verletzungen ist jedoch häufig eine chirurgische Reparatur erforderlich. Ohne rechtzeitige Behandlung kann es zu dauerhaften Hörbeeinträchtigungen oder wiederkehrenden Ohrinfektionen kommen.
Die Gehörknöchelchen im Mittelohr - Hammer, Amboss und Steigbügel - sind normalerweise miteinander verbunden und leiten die Schwingungen des Schalls zuverlässig an das Innenohr weiter. Kommt es jedoch zu einer Unterbrechung dieser Verbindung (medizinisch: Ossikeldiskontinuität), wird dieser Übertragungsprozess gestört. Typische Symptome sind Hörverlust und manchmal auch Tinnitus. Die Ursachen können vielfältig sein: Verletzungen, chronische Entzündungen, Operationen oder andere Erkrankungen im Bereich des Mittelohres. In vielen Fällen kann der Schaden durch eine Operation behoben werden. Ist ein Teil des Hörverlusts dauerhaft, können Hörgeräte helfen, den Hörverlust auszugleichen und die Lebensqualität zu verbessern.
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