
A: In erster Linie gilt: Bleiben Sie geduldig und verständnisvoll! Seien Sie da, wenn die Person mit Hörverlust bereit ist, über ihre Sorgen, Ängste und Hoffnungen zu sprechen.
Vermeiden Sie es, jedes einzelne falsch verstandene Wort zu korrigieren oder hervorzuheben. Dadurch kann sich die betreffende Person schnell angegriffen, bevormundet oder unter Druck gesetzt fühlen. Vielleicht hat sie sogar das Gefühl, dass Sie sich über sie lustig machen. Machen Sie stattdessen deutlich, dass Hörveränderungen ganz normal sind und dass es heutzutage gute, hilfreiche Lösungen gibt, die den Alltag deutlich erleichtern können.
Wenn ein Freund seinen Hörverlust leugnet, wirkt es oft unterstützend, ganz behutsam allgemeine Informationen über Hörverlust zu teilen, ohne das direkt auf die Person zu beziehen. Sprechen Sie über das Thema, als würde es Sie sehr interessieren oder als hätten Sie gerade zufällig etwas Neues darüber gehört. Wichtig ist vor allem, dass Sie nicht belehrend wirken. Dann wird das Gespräch oft ganz von selbst locker und angenehmer.
Geben Sie der Person mit Hörverlust auch genug Raum und Zeit, um ihre eigenen Gefühle und Erfahrungen in Ruhe zu verarbeiten. Es dauert oft eine Zeit lang, bis man seine Hörprobleme akzeptierten kann, aber Ihre Geduld und Ihr Verständnis können dabei eine enorme Hilfe sein.
Zeigen Sie Mitgefühl und sprechen Sie behutsam an, was Ihnen aufgefallen ist:
